Öffentliche Förderprogramme bieten Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, Investitionen, Innovationen und wirtschaftliche Entwicklungen zu unterstützen. Gleichzeitig unterliegen Förderungen den Vorgaben des europäischen Beihilferechts sowie nationalen Verwaltungsvorschriften. Wer öffentliche Fördermittel rechtssicher beantragen oder in Anspruch nehmen möchte, sollte die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Entscheidungsgrundlagen der bewilligenden Stellen kennen.
Das Seminar vermittelt die Grundlagen des europäischen Beihilferechts aus Sicht von Unternehmen und erläutert die wesentlichen Anforderungen bei der Gewährung öffentlicher Beihilfen. Im Mittelpunkt stehen die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO), die De-minimis-Verordnung, Besonderheiten bei DAWI-De-minimis-Beihilfen sowie die Bedeutung der Wirtschaftsförderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Rolle der öffentlichen Verwaltung im Förderwesen sowie aktuelle Entwicklungen, einschließlich der geplanten Änderungen der AGVO ab 2027.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Geschäftsführungen, Mitarbeitende aus Finanz- und Rechtsabteilungen, Fördermittelverantwortliche, Unternehmensberatungen sowie alle Beschäftigten, die öffentliche Förderprogramme oder beihilferechtliche Fragestellungen aus Unternehmenssicht verstehen und sicher anwenden möchten.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen des europäischen Beihilferechts
- Ziele und Bedeutung der Wirtschaftsförderung für KMU
- Rolle der öffentlichen Verwaltung im Beihilfen- und Förderwesen
- Grundlagen und Anwendungsbereich der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO)
- AGVO-Reform 2027 – Ziele und wesentliche Änderungen
- Beihilfekategorien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
- Schwellenwerte und Förderintensitäten
- De-minimis-Verordnung (EU) 2023/2831
- Besonderheiten bei DAWI-De-minimis-Beihilfen
- Verwaltungsvorschriften zu § 44 BHO/LHO (VV-BHO/VV-LHO)
- Anforderungen an Förderanträge und Nachweispflichten
- Analyse typischer Praxisfälle
Lernziele:
Die Teilnehmenden lernen die Grundlagen des europäischen Beihilferechts kennen und können öffentliche Förderprogramme sowie beihilferechtliche Anforderungen aus Unternehmenssicht sicher einordnen. Sie verstehen die Voraussetzungen für zulässige Beihilfen, kennen die wesentlichen Regelungen der AGVO und der De-minimis-Verordnung und können typische Risiken bei der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel vermeiden.
Vorteile und Nutzen:
- Überblick über das europäische Beihilferecht
- Verständnis öffentlicher Förderprogramme für Unternehmen
- Sicherheit bei der Einordnung beihilferechtlicher Vorgaben
- Kenntnisse zu AGVO-, De-minimis- und DAWI-Regelungen
- Verständnis der Anforderungen öffentlicher Förderstellen
- Praxisnahe Beispiele und Handlungsempfehlungen




