Digitale Systeme ermöglichen es, Arbeitsleistungen zunehmend anhand von Kennzahlen, Fachverfahren und Leistungsdaten zu erfassen und auszuwerten. Für Führungskräfte und Personalverantwortliche entstehen dadurch neue Möglichkeiten für Leistungsbewertung, Zielvereinbarungen und Mitarbeitergespräche. Gleichzeitig berührt die digitale Leistungsmessung sensible Bereiche des Datenschutzes, des Arbeits- und Personalvertretungsrechts sowie der Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten.
Das Seminar vermittelt die rechtlichen und praktischen Grundlagen der digitalen Leistungsmessung. Die Teilnehmenden lernen, geeignete Kennzahlen und KPIs einzuordnen, digitale Systeme und Dashboards rechtssicher zu nutzen und erhobene Leistungsdaten sachgerecht auszuwerten. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Beteiligung des Personalrats sowie dem Einsatz KI-gestützter Systeme zur Bewertung von Beschäftigten. Dabei werden Transparenzanforderungen, Datenschutz, mögliche Diskriminierungsrisiken und die Grenzen automatisierter Leistungsbewertung praxisnah behandelt.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche und Mitarbeitende in Personalstellen sowie an Beschäftigte, die mit Leistungsbewertung, Zielvereinbarungen, Personalentwicklung oder der Einführung und Nutzung digitaler Systeme zur Leistungserfassung befasst sind.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen digitaler Leistungsmessung und Bewertungssysteme
- Entwicklung und Einsatz geeigneter Kennzahlen und KPIs
- Datenschutz und Persönlichkeitsrechte bei Leistungskontrollen
- Digitale Systeme, Fachverfahren und Dashboards zur Leistungserfassung
- Auswertung von Leistungsdaten und Nutzung in Mitarbeitergesprächen
- Leistungsbewertung und Zielvereinbarungen
- Beteiligungsrechte des Personalrats bei digitalen Systemen
- Dienstvereinbarungen zur digitalen Leistungsmessung
- KI-gestützte Bewertung von Beschäftigten
- Transparenz und Nachvollziehbarkeit automatisierter Verfahren
- Diskriminierungsrisiken bei KI-gestützten Bewertungssystemen
- Chancen, Grenzen und Risiken digitaler Performance-Messsysteme
Lernziele:
Die Teilnehmenden lernen, digitale Verfahren zur Leistungsmessung fachlich und rechtlich einzuordnen. Sie können Kennzahlen und Leistungsdaten zielgerichtet einsetzen und beurteilen, welche datenschutz-, arbeits- und personalvertretungsrechtlichen Anforderungen zu beachten sind. Darüber hinaus entwickeln sie ein Verständnis für die besonderen Anforderungen und Risiken beim Einsatz KI-gestützter Systeme zur Bewertung von Beschäftigten.
Vorteile und Nutzen:
- Mehr Sicherheit beim Einsatz digitaler Leistungsmessung
- Rechtssicherer Umgang mit Beschäftigten- und Leistungsdaten
- Sinnvolle Auswahl und Anwendung von KPIs
- Sichere Einbindung des Personalrats
- Bewusster Umgang mit KI-gestützter Leistungsbewertung
- Erkennen von Datenschutz- und Diskriminierungsrisiken
- Praxisorientierte Nutzung von Leistungsdaten in der Personalführung
Gesetzliche Grundlagen und Abkürzungen
Im Seminar werden verschiedene Gesetze und Verordnungen behandelt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der im Seminar verwendeten Abkürzungen und ihrer offiziellen Bezeichnungen.
- DSGVO – Datenschutz-Grundverordnung
- BDSG – Bundesdatenschutzgesetz
- BPersVG – Bundespersonalvertretungsgesetz
- EU-KI-Verordnung (AI Act) – Verordnung (EU) 2024/1689 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz
- KPI – Key Performance Indicator (Leistungskennzahl)




