Hinweis: Durch eine Schulung wie diese erfüllt der Arbeitgeber bzw. der Dienstherr seine präventive Schutzpflicht nach § 12 AGG.
Das Seminar ist geeignet für alle interessierten Mitarbeiter (m/w/d) und Führungskräfte im Personal- und Disziplinarbereich und Personalräte.
Die Teilnehmer dieses Seminars sollen die Reform des Sexualstrafrechts im Jahr 2016 vor dem Hintergrund der sog. Istanbul-Konvention kennenlernen. Daraus ableitend werden die wichtigsten Änderungen des Strafrechts dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf dem Straftatbestand der sexuellen Belästigung (§ 184i StGB) liegt. DARÜBER hinaus sollen die Teilnehmer die GRUNDZÜGE des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) kennenlernen. Der Schwerpunkt liegt hier beim Begriff der sexuellen Belästigung, den Pflichten des Arbeitgebers sowie den Rechten von Betroffenen. Eine Abgrenzung zwischen straf- und beamtenrechtlicher Begriffsbestimmung wird ebenso dargestellt wie bisher ergangene Rechtsprechung

Seminarinhalt ins u. A. :

  • Sexuelle Belästigung aus strafrechtlicher Sicht
  • Gesellschaftlicher und rechtlicher Kontext (Ereignisse in der Silvesternacht 2015/2016, #MeToo-Debatte ab Oktober 2017, Istanbul Konvention, Strafrechtsreform)
  • Änderung der § 177 StGB, 184 i StGB, 184 j StGB (Nein-heißt-Nein-Lösung!)
  • Exkurs: § 184 k StGB (Upskirting)
  • Zielsetzungen des AGG
  • Begriffsbestimmung der sexuellen Belästigung (§ 3 IV AGG)
  • Pflichten des Arbeitgebers/Dienstherrn (§ 12 AGG) – vor- beugende Pflichten und Reaktionsplichten
  • Rechte der Beschäftigten: Beschwerderecht (§ 13 AGG), Beweislast (§ 22 AGG), Schadensersatz und Entschädigung (§ 15 AGG)