Das EU-Vergaberecht bildet den verbindlichen rechtlichen Rahmen für die Vergabe öffentlicher Aufträge oberhalb der geltenden Schwellenwerte und hat unmittelbare Auswirkungen auf Planung, Durchführung und Kontrolle von Vergabeverfahren. Fehlerhafte Einordnungen oder unklare Abgrenzungen können zu Nachprüfungsverfahren, Verzögerungen und rechtlichen Risiken führen. Für öffentliche Auftraggeber ist es daher entscheidend, die Grundlagen des EU-Vergaberechts, die aktuellen Schwellenwerte sowie deren praktische Anwendung sicher zu beherrschen. Das Seminar vermittelt einen strukturierten Überblick über die wesentlichen Regelungen und unterstützt dabei, Vergabeverfahren rechtssicher und praxisgerecht vorzubereiten und durchzuführen.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte in Vergabestellen, Beschaffungs- und Rechtsabteilungen öffentlicher Auftraggeber sowie an Mitarbeitende kommunaler Verwaltungen und öffentlicher Einrichtungen, die mit der Planung, Durchführung oder Kontrolle von Vergabeverfahren befasst sind.
Details zum Inhalt:
- Einordnung und Bedeutung des EU-Vergaberechts für öffentliche Auftraggeber
- Abgrenzung zwischen nationalem und europäischem Vergaberecht
- Aktuelle EU-Schwellenwerte und deren Anwendung
- Anwendungsbereich und Zuständigkeiten im EU-Vergabeverfahren
- Struktur und Ablauf EU-weiter Vergabeverfahren
- Auswahl geeigneter Vergabeverfahren oberhalb der Schwellenwerte
- Schnittstellen zwischen Vergaberecht, Haushaltsrecht und Fachrecht
- Typische Fehlerquellen und Verfahrensrisiken in der Praxis
- Rechtsschutzmöglichkeiten und Nachprüfungsverfahren
- Auswirkungen vergaberechtlicher Entscheidungen auf den weiteren Projektverlauf
Lernziele:
Die Teilnehmenden verstehen die Grundlagen des EU-Vergaberechts und können die maßgeblichen Schwellenwerte sicher einordnen. Sie sind in der Lage, den Anwendungsbereich EU-weiter Vergabeverfahren zu bestimmen, Vergabeverfahren rechtssicher vorzubereiten und typische Risiken im Vergabeprozess frühzeitig zu erkennen.
Vorteile und Nutzen:
- sichere Einordnung von EU-Schwellenwerten und Vergabeverfahren
- erhöhte Rechtssicherheit bei der Vorbereitung und Durchführung von Vergaben
- bessere Entscheidungsgrundlagen für Vergabestellen und Auftraggeber
- Reduzierung von Verfahrens- und Haftungsrisiken
- praxisnaher Überblick über die Anwendung des EU-Vergaberechts



