Erwerbseinkommen spielt bei der Prüfung und Berechnung von Leistungen nach dem SGB II eine zentrale Rolle. Dabei können Arbeitsverträge und die vereinbarte Vergütung Fragen aufwerfen, die über die reine Einkommensberechnung hinausgehen. Insbesondere ist zu beurteilen, ob die arbeitsvertraglichen Angaben nachvollziehbar sind, der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wird und welche Nachweise für die leistungsrechtliche Prüfung erforderlich sind.
Das Seminar vermittelt die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Mindestlohnrecht, arbeitsvertraglichen Vereinbarungen und der Leistungsprüfung nach dem SGB II. Behandelt werden die Prüfung relevanter Vertragsangaben, die Einordnung der vereinbarten Vergütung sowie die Berücksichtigung des Erwerbseinkommens. Darüber hinaus werden Mitwirkungs- und Nachweispflichten sowie typische Fragestellungen aus der Bearbeitungspraxis aufgegriffen.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter in Jobcentern und anderen mit Leistungen nach dem SGB II befassten Stellen, die Anträge bearbeiten, Erwerbseinkommen prüfen oder leistungsrechtliche Entscheidungen vorbereiten und treffen.
Details zum Inhalt:
- Bedeutung von Arbeitsverträgen für die SGB-II-Leistungsprüfung
- Grundlagen des gesetzlichen Mindestlohns
- Prüfung der arbeitsvertraglich vereinbarten Vergütung
- Wesentliche Angaben und Arbeitsbedingungen im Arbeitsvertrag
- Anforderungen des Nachweisgesetzes
- Grundlagen des Arbeitsverhältnisses und der Vergütung
- Erkennen auffälliger oder widersprüchlicher Vertragsangaben
- Anspruchsvoraussetzungen nach dem SGB II
- Berücksichtigung von Erwerbseinkommen bei der Leistungsberechnung
- Absetzungen und Freibeträge beim Erwerbseinkommen
- Erforderliche Unterlagen und Einkommensnachweise
- Mitwirkungspflichten bei der Feststellung der Einkommensverhältnisse
- Umgang mit Änderungen des Erwerbseinkommens
- Typische Fragestellungen und Fallkonstellationen aus der Leistungssachbearbeitung
Lernziele:
Die Teilnehmenden können Arbeitsverträge und Vergütungsvereinbarungen im Rahmen der SGB-II-Leistungsprüfung besser einordnen. Sie kennen die wesentlichen Vorgaben zum gesetzlichen Mindestlohn und verstehen deren Bedeutung für die Prüfung von Erwerbseinkommen. Darüber hinaus können sie erforderliche Nachweise und Mitwirkungspflichten einordnen und die gewonnenen Informationen für die leistungsrechtliche Bearbeitung nutzen.
Vorteile und Nutzen:
- Mehr Sicherheit bei der Prüfung von Arbeitsverträgen
- Bessere Einordnung arbeitsvertraglicher Vergütungsregelungen
- Kenntnis der wesentlichen Vorgaben zum gesetzlichen Mindestlohn
- Sicherere Bewertung von Erwerbseinkommen im SGB II
- Besseres Erkennen auffälliger oder widersprüchlicher Angaben
- Mehr Sicherheit bei der Anforderung notwendiger Nachweise
- Verständnis der Mitwirkungspflichten im Leistungsbezug
- Praxisorientierte Unterstützung für die Leistungssachbearbeitung
Gesetzliche Grundlagen und Abkürzungen
Im Seminar werden verschiedene Gesetze und Verordnungen behandelt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der im Seminar verwendeten Abkürzungen und ihrer offiziellen Bezeichnungen.
- MiLoG – Mindestlohngesetz
- BGB – Bürgerliches Gesetzbuch
- NachwG – Nachweisgesetz
- SGB II – Zweites Buch Sozialgesetzbuch




