Mit der Grundsteuer C steht Kommunen seit 2025 ein zusätzliches Instrument zur Verfügung, um baureife, aber unbebaute Grundstücke aus städtebaulichen Gründen mit einem gesonderten Hebesatz zu besteuern. Damit sollen insbesondere Anreize für eine Bebauung geschaffen und vorhandene Flächenpotenziale besser genutzt werden. Die Anwendung stellt Kommunen jedoch vor rechtliche und praktische Fragen.
Das Seminar vermittelt die gesetzlichen Grundlagen der Grundsteuer C und zeigt, welche Voraussetzungen für ihre Einführung und Anwendung erfüllt sein müssen. Im Mittelpunkt stehen die Bestimmung der betroffenen baureifen Grundstücke, die städtebauliche Begründung, die Festlegung eines gesonderten Hebesatzes sowie die räumliche Abgrenzung. Darüber hinaus werden die Anforderungen an die öffentliche Bekanntgabe und die praktische Umsetzung in der Kommune behandelt.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter in kommunalen Steuer- und Finanzverwaltungen sowie in Stadtplanungs-, Bau- und Liegenschaftsämtern, die mit der Prüfung, Einführung oder Umsetzung der Grundsteuer C befasst sind oder deren Einsatzmöglichkeiten für ihre Kommune beurteilen möchten.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen und Zielsetzung der Grundsteuer C
- Grundsteuer C als kommunales Instrument seit 2025
- Voraussetzungen für die Anwendung der Grundsteuer C
- Begriff und Einordnung baureifer Grundstücke
- Städtebauliche Gründe für die Festsetzung eines gesonderten Hebesatzes
- Bestimmung der von der Grundsteuer C betroffenen Grundstücke
- Räumliche Abgrenzung der betroffenen Grundstücke und Gebiete
- Festsetzung eines gesonderten Hebesatzes
- Anforderungen an die Höhe und Ausgestaltung des Hebesatzes
- Zusammenspiel von Steuerverwaltung und Stadtplanung
- Öffentliche Bekanntgabe der betroffenen Grundstücke
- Allgemeinverfügung und Anforderungen an deren Begründung
- Dokumentation der städtebaulichen Gründe
- Organisatorische Vorbereitung innerhalb der Kommune
- Praktische Umsetzung der Grundsteuer C
- Chancen und Grenzen des kommunalen Einsatzes
Lernziele:
Die Teilnehmenden kennen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anwendung der Grundsteuer C und können deren Einsatzmöglichkeiten in ihrer Kommune einordnen. Sie wissen, welche Anforderungen an die Bestimmung baureifer Grundstücke, die städtebauliche Begründung, die räumliche Abgrenzung und die Festsetzung eines gesonderten Hebesatzes gestellt werden. Darüber hinaus können sie die notwendigen Schritte für die organisatorische und rechtliche Umsetzung der Grundsteuer C besser vorbereiten.
Vorteile und Nutzen:
- Aktueller Überblick über die Grundsteuer C
- Sicherheit bei der Anwendung der gesetzlichen Voraussetzungen
- Bessere Einordnung baureifer Grundstücke
- Mehr Sicherheit bei der städtebaulichen Begründung
- Kenntnis der Anforderungen an den gesonderten Hebesatz
- Sicherer Umgang mit räumlicher Abgrenzung und öffentlicher Bekanntgabe
- Besseres Verständnis des Zusammenspiels von Steuerverwaltung und Stadtplanung
- Praxisorientierte Unterstützung bei der kommunalen Umsetzung
Gesetzliche Grundlagen und Abkürzungen
Im Seminar werden verschiedene gesetzliche Regelungen behandelt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der im Seminar verwendeten gesetzlichen Grundlagen und Abkürzungen.
- GrStG – Grundsteuergesetz
- § 25 Abs. 5 GrStG – Gesonderter Hebesatz für baureife Grundstücke




