Die öffentliche Verwaltung ist zunehmend mit komplexen, sich überlagernden Belastungen konfrontiert – von Krisenlagen und Personalausfällen über strukturelle Veränderungen bis hin zu dauerhaftem Handlungsdruck. In diesem Kontext gewinnt organisationale Resilienz an Bedeutung, da sie beschreibt, wie Verwaltungen Störungen bewältigen, sich an veränderte Rahmenbedingungen anpassen und ihre Leistungsfähigkeit aufrechterhalten. Für die Verwaltungspraxis stellt sich dabei nicht die Frage nach abstrakter Widerstandsfähigkeit, sondern nach konkreten Strukturen, Entscheidungswegen und organisatorischen Voraussetzungen. Das Seminar ordnet den Begriff der organisationalen Resilienz ein und zeigt auf, wie Verwaltungen ihre Handlungsfähigkeit systematisch sichern und weiterentwickeln können.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Verwaltungsleitungen, Organisations- und Personalbereichen, Stabsstellen sowie an Mitarbeitende öffentlicher Verwaltungen, die mit Steuerungsaufgaben, Organisationsentwicklung oder der Bewältigung von Belastungs- und Krisensituationen befasst sind.
Details zum Inhalt:
- Begriff und Verständnis organisationaler Resilienz im Verwaltungskontext
- Abgrenzung zu Krisenmanagement, Risikomanagement und Notfallplanung
- Typische Belastungs- und Störlagen in öffentlichen Verwaltungen
- Strukturen und Entscheidungswege als Grundlage organisationaler Resilienz
- Rolle von Führung, Organisation und Kommunikation
- Schnittstellen zwischen Organisation, Personal und Steuerung
- Bedeutung von Zuständigkeitsklarheit und funktionierenden Abläufen
- Lernen aus Krisen und Störungen als Bestandteil organisationaler Resilienz
- Präventive Ansätze zur Stärkung der Handlungsfähigkeit von Verwaltungen
- Übertragung des Resilienzkonzepts in den Verwaltungsalltag
Lernziele:
Die Teilnehmenden verstehen das Konzept der organisationalen Resilienz und können es auf die öffentliche Verwaltung übertragen. Sie sind in der Lage, resilienzrelevante Strukturen und Prozesse zu erkennen, organisatorische Schwachstellen einzuordnen und Ansatzpunkte zur Stärkung der Handlungsfähigkeit ihrer Verwaltung abzuleiten.
Vorteile und Nutzen:
- besseres Verständnis für organisationale Belastungs- und Krisenmechanismen
- klare Einordnung von Resilienz im Verhältnis zu bestehenden Steuerungsinstrumenten
- erhöhte Handlungssicherheit bei strukturellen und organisatorischen Herausforderungen
- fundierte Grundlage für Organisations- und Personalentscheidungen
- nachhaltige Stärkung der Leistungsfähigkeit öffentlicher Verwaltungen
- Organisationale Resilienz
- Öffentliche Verwaltung
- Handlungsfähigkeit
- Krisenfestigkeit
- Organisationsentwicklung
- Verwaltungsleitung
- Organisationsstrukturen
- Entscheidungsstrukturen
- Personalmanagement
- Krisenmanagement
- Risikomanagement
- Notfallmanagement
- Stabsstellen
- Kommunale Verwaltung
- Steuerungsprozesse
- Kategorie-ID: KAT5260



