Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) ist ein wichtiges Instrument der Arbeitsförderung. Nach der Ausgabe eines Gutscheins sind jedoch zahlreiche administrative und rechtliche Vorgaben zu beachten. Für die Sachbearbeitung stellen sich dabei insbesondere Fragen zur Prüfung der Voraussetzungen, zur Bearbeitung der Unterlagen sowie zur ordnungsgemäßen Abwicklung und Dokumentation.
Das Seminar vermittelt die für die Backoffice-Sachbearbeitung wesentlichen Grundlagen und Abläufe rund um den AVGS. Im Mittelpunkt stehen die administrative Bearbeitung von Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen, die maßgeblichen Rechtsgrundlagen sowie die praktische Umsetzung im Arbeitsalltag. Behandelt werden die einzelnen Bearbeitungsschritte, die Anforderungen an Maßnahmen und Träger sowie typische Fragestellungen und Fallkonstellationen aus der Sachbearbeitung.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Sachbearbeiter in Jobcentern, Agenturen für Arbeit und anderen mit Integrationsmaßnahmen befassten Stellen, die Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine administrativ bearbeiten und abwickeln. Es richtet sich insbesondere an Beschäftigte im Backoffice und nicht an Integrationsfachkräfte.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins
- Rechtliche Grundlagen des AVGS nach dem SGB III
- Anwendung des AVGS im Rechtskreis des SGB II
- Administrative Abläufe bei der Bearbeitung von Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen
- Prüfung der für die Bearbeitung erforderlichen Voraussetzungen und Unterlagen
- Bearbeitung und Abwicklung im Backoffice
- Anforderungen an zugelassene Maßnahmen und Träger
- Zulassung von Trägern und Maßnahmen nach der AZAV
- Bedeutung der Träger- und Maßnahmenzulassung für die Sachbearbeitung
- Prüfung und Zuordnung eingereichter Unterlagen
- Dokumentation der Bearbeitungsschritte
- Umsetzung der Fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit
- Schnittstellen zwischen Sachbearbeitung und Integrationsbereich
- Typische Fehlerquellen bei der administrativen Bearbeitung
- Umgang mit unvollständigen oder widersprüchlichen Unterlagen
- Typische Fragestellungen und Fallkonstellationen aus der Backoffice-Praxis
Lernziele:
Die Teilnehmenden kennen die rechtlichen Grundlagen des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins und können diese bei der administrativen Bearbeitung anwenden. Sie verstehen die wesentlichen Abläufe und Anforderungen bei der Abwicklung von AVGS-Fällen und können erforderliche Unterlagen sowie die Zulassung von Trägern und Maßnahmen besser einordnen. Darüber hinaus gewinnen sie mehr Sicherheit bei typischen Fragestellungen und Schnittstellen der Backoffice-Sachbearbeitung.
Vorteile und Nutzen:
- Mehr Sicherheit bei der administrativen Bearbeitung von AVGS-Fällen
- Kenntnis der maßgeblichen rechtlichen Grundlagen
- Besseres Verständnis der Bearbeitungs- und Abwicklungsprozesse
- Sicherere Einordnung von Träger- und Maßnahmenzulassungen
- Mehr Sicherheit bei der Prüfung erforderlicher Unterlagen
- Besseres Verständnis der Schnittstellen zum Integrationsbereich
- Erkennen typischer Fehlerquellen in der Sachbearbeitung
- Praxisorientierte Unterstützung für die tägliche Backoffice-Arbeit
Gesetzliche Grundlagen und Abkürzungen
Im Seminar werden verschiedene Gesetze und Verordnungen behandelt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der im Seminar verwendeten gesetzlichen Grundlagen und Abkürzungen.
- AVGS – Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein
- SGB III – Drittes Buch Sozialgesetzbuch
- § 45 SGB III – Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- §§ 176 ff. SGB III – Zulassung von Trägern und Maßnahmen
- SGB II – Zweites Buch Sozialgesetzbuch
- § 16 Abs. 1 SGB II – Leistungen zur Eingliederung unter Einbeziehung von Leistungen nach dem SGB III
- AZAV – Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung




