Dienstliche Anordnungen gehören zum Arbeitsalltag hierarchisch organisierter Verwaltungen. Beschäftigte und Beamte können dabei vor der Frage stehen, wie sie reagieren müssen, wenn sie eine Weisung für rechtswidrig halten. Entscheidend ist, zwischen der grundsätzlichen Pflicht zur Befolgung dienstlicher Anordnungen und den rechtlichen Grenzen dieser Bindungswirkung zu unterscheiden.
Das Seminar vermittelt die wesentlichen Grundlagen für den Umgang mit rechtswidrigen dienstlichen Anordnungen. Behandelt werden Weisungs- und Folgepflichten, die Verantwortung der handelnden Personen sowie das Vorgehen bei rechtlichen Bedenken. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Prüf- und Hinweispflichten sowie das Remonstrationsverfahren im Beamtenrecht. Darüber hinaus werden die Grenzen der Befolgungspflicht und mögliche dienst-, arbeits-, haftungs- und strafrechtliche Folgen betrachtet.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Beamte und Beschäftigte in Behörden, Kommunen und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie an Führungskräfte und Mitarbeiter aus Personalbereichen, die dienstliche Anordnungen erteilen, entgegennehmen oder deren Rechtmäßigkeit beurteilen müssen.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen dienstlicher Anordnungen und Weisungen
- Weisungsrecht und hierarchische Verwaltungsstrukturen
- Pflichten von Beamten und Beschäftigten bei dienstlichen Anordnungen
- Bindungswirkung dienstlicher Weisungen
- Grenzen der Befolgungspflicht
- Rechtswidrige und nichtige dienstliche Anordnungen
- Persönliche Verantwortung bei der Ausführung dienstlicher Aufgaben
- Prüfung rechtlicher Bedenken gegen eine Anordnung
- Hinweis- und Mitteilungspflichten gegenüber Vorgesetzten
- Grundlagen des Remonstrationsverfahrens im Beamtenrecht
- Einhalten des Dienstwegs bei rechtlichen Bedenken
- Umgang mit einer bestätigten dienstlichen Anordnung
- Dokumentation von Bedenken und Entscheidungen
- Besonderheiten bei Anordnungen mit straf- oder ordnungswidrigkeitenrechtlicher Relevanz
- Weisungsrecht gegenüber Tarifbeschäftigten
- Grenzen des arbeitsrechtlichen Direktionsrechts
- Mögliche dienst- und arbeitsrechtliche Folgen
- Haftungsrechtliche Fragestellungen bei rechtswidrigem Verwaltungshandeln
- Strafrechtliche Verantwortung und persönliche Verantwortlichkeit
- Praxisnahe Einordnung typischer Konfliktsituationen
Lernziele:
Die Teilnehmenden können die rechtliche Bedeutung dienstlicher Anordnungen und die Grenzen ihrer Bindungswirkung besser einordnen. Sie kennen die wesentlichen Pflichten bei Zweifeln an der Rechtmäßigkeit einer Weisung und verstehen das Remonstrationsverfahren im Beamtenrecht. Darüber hinaus können sie mögliche dienst-, arbeits-, haftungs- und strafrechtliche Folgen erkennen und typische Konfliktsituationen rechtlich strukturierter beurteilen.
Vorteile und Nutzen:
- Mehr Sicherheit im Umgang mit rechtlich zweifelhaften dienstlichen Anordnungen
- Besseres Verständnis von Weisungsrecht und Befolgungspflicht
- Kenntnis der Grenzen dienstlicher Anordnungen
- Sicherere Einordnung der eigenen Verantwortung
- Verständnis des Remonstrationsverfahrens im Beamtenrecht
- Mehr Sicherheit bei Hinweisen und Bedenken gegenüber Vorgesetzten
- Bessere Einordnung möglicher dienst- und arbeitsrechtlicher Folgen
- Bewusstsein für mögliche haftungs- und strafrechtliche Konsequenzen
Gesetzliche Grundlagen und Abkürzungen
Im Seminar werden verschiedene Gesetze und rechtliche Grundlagen behandelt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der im Seminar verwendeten gesetzlichen Grundlagen und Abkürzungen.
- BeamtStG – Beamtenstatusgesetz
- § 35 BeamtStG – Weisungsgebundenheit
- § 36 BeamtStG – Verantwortung für die Rechtmäßigkeit und Remonstration
- BBG – Bundesbeamtengesetz
- §§ 62 und 63 BBG – Folgepflicht, Eigenverantwortung und Remonstration im Bundesbeamtenrecht
- GewO – Gewerbeordnung
- § 106 GewO – Weisungsrecht des Arbeitgebers
- BGB – Bürgerliches Gesetzbuch
- § 315 BGB – Bestimmung der Leistung nach billigem Ermessen
- TVöD – Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst
- TV-L – Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder
Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender stellt die öffentliche Verwaltung zunehmend vor große Herausforderungen. Der Wettbewerb um Fachkräfte, veränderte Erwartungen von Bewerbenden sowie neue Wege der Ansprache erfordern ein modernes und strukturiertes Vorgehen in der Personalgewinnung (Recruiting). Das Seminar vermittelt praxisnah, wie Personalgewinnung in der Verwaltung strategisch aufgebaut und operativ umgesetzt werden kann und zeigt, wie geeignete Recruiting-Maßnahmen entwickelt, Bewerbungsprozesse optimiert und die Verwaltung als attraktiver Arbeitgeber positioniert werden kann.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus Personalämtern, Organisationseinheiten sowie Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung, die mit der Gewinnung von Personal befasst sind oder entsprechende Prozesse verantworten.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen der Personalgewinnung in der öffentlichen Verwaltung
- Bedeutung von Recruiting im Kontext des Fachkräftemangels
- Analyse von Zielgruppen und Bewerbererwartungen
- Entwicklung geeigneter Recruiting-Strategien
- Gestaltung und Optimierung von Stellenausschreibungen
- Auswahl geeigneter Recruiting-Kanäle (z. B. Online, Social Media)
- Ablauf und Struktur von Bewerbungsverfahren
- Schnittstellen zwischen Fachbereichen und Personalstellen
- Typische Herausforderungen und Lösungsansätze in der Praxis
Lernziele:
Die Teilnehmenden erwerben ein fundiertes Verständnis für die strategische und operative Personalgewinnung in der Verwaltung. Sie sind in der Lage, Recruiting-Prozesse zielgerichtet zu planen, geeignete Maßnahmen auszuwählen und Bewerbungsverfahren effizient und nachvollziehbar zu gestalten.
Vorteile und Nutzen:
- Klar strukturierte Personalgewinnung und Recruiting-Prozesse
- Praxisnahe Ansätze zur Ansprache geeigneter Bewerbender
- Verbesserung bestehender Bewerbungsverfahren
- Stärkung der Arbeitgeberposition im Wettbewerb um Fachkräfte
- Sicherheit im Umgang mit aktuellen Anforderungen der Personalgewinnung
Die Personalgewinnung über Social Media gewinnt auch in der öffentlichen Verwaltung zunehmend an Bedeutung. Klassische Stellenausschreibungen reichen häufig nicht mehr aus, um geeignete Bewerbende zu erreichen. Dieses Seminar zeigt, wie Verwaltungen Social Media gezielt für das Recruiting einsetzen können, um Reichweite zu erhöhen, passende Zielgruppen anzusprechen und die eigene Arbeitgeberattraktivität sichtbar zu machen.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus Personalämtern, Pressestellen sowie Organisationseinheiten der öffentlichen Verwaltung, die mit Personalgewinnung, Recruiting oder Öffentlichkeitsarbeit befasst sind.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen von Social Media im Kontext der öffentlichen Verwaltung
- Bedeutung von Social Media im Recruiting-Prozess
- Auswahl geeigneter Plattformen (z. B. LinkedIn, Instagram, Facebook)
- Zielgruppengerechte Ansprache potenzieller Bewerbender
- Gestaltung von Stellenanzeigen und Content für Social Media
- Abgrenzung zwischen Information, Werbung und Recruiting
- Rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Datenschutz, Impressumspflichten)
- Organisation und Abstimmung zwischen Personal- und Öffentlichkeitsarbeit
- Typische Herausforderungen und Best Practices aus der Verwaltung
Lernziele:
Die Teilnehmenden lernen, wie Social Media im Rahmen der Personalgewinnung gezielt eingesetzt werden kann. Sie sind in der Lage, geeignete Plattformen auszuwählen, Inhalte zielgruppengerecht aufzubereiten und Social Media als festen Bestandteil ihrer Recruiting-Strategie zu nutzen.
Vorteile und Nutzen:
- Erweiterung der Recruiting-Kanäle um Social Media
- Bessere Ansprache jüngerer und digital affiner Zielgruppen
- Praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten für die Verwaltung
- Mehr Sichtbarkeit als moderner Arbeitgeber
- Sicherheit im Umgang mit rechtlichen und organisatorischen Anforderungen
Die Personalgewinnung über Social Media ist für Unternehmen zu einem zentralen Erfolgsfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte geworden. Klassische Recruiting-Wege stoßen zunehmend an ihre Grenzen, während soziale Netzwerke neue Möglichkeiten eröffnen, geeignete Kandidaten direkt anzusprechen. Das Seminar zeigt, wie Unternehmen Social Media gezielt im Recruiting einsetzen, um Reichweite aufzubauen, passende Zielgruppen zu erreichen und den Bewerbungsprozess aktiv zu unterstützen.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus Personalabteilungen, Recruiting-Verantwortliche, Marketingverantwortliche sowie Führungskräfte in Unternehmen, die Social Media zur Personalgewinnung einsetzen oder ausbauen möchten.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen des Social Media Recruitings im Unternehmensumfeld
- Bedeutung von Social Media im Wettbewerb um Fachkräfte
- Auswahl geeigneter Plattformen (z. B. LinkedIn, Instagram, Facebook)
- Zielgruppengerechte Ansprache und Candidate Personas
- Entwicklung von Content für Recruiting-Zwecke
- Einsatz von Social Media Ads im Recruiting
- Gestaltung moderner Bewerbungsprozesse über Social Media
- Schnittstellen zwischen HR und Marketing
- Analyse, Kennzahlen und Optimierung von Recruiting-Maßnahmen
Lernziele:
Die Teilnehmenden lernen, wie sie Social Media gezielt zur Personalgewinnung einsetzen und Recruiting-Maßnahmen effizient steuern. Sie sind in der Lage, geeignete Plattformen auszuwählen, Inhalte zielgerichtet zu entwickeln und Social Media als festen Bestandteil ihrer Recruiting-Strategie zu etablieren.
Vorteile und Nutzen:
- Effektiver Einsatz von Social Media im Recruiting
- Direktes Erreichen passender Zielgruppen
- Praxisnahe Ansätze für modernes Recruiting
- Stärkung der Arbeitgebermarke
- Messbare Optimierung von Recruiting-Prozessen
Ein rechtssicheres Bewerbermanagement ist in der öffentlichen Verwaltung von zentraler Bedeutung. Neben organisatorischen Anforderungen spielen insbesondere datenschutzrechtliche Vorgaben, Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und dokumentationspflichtige Verfahrensschritte eine wichtige Rolle. Das Seminar zeigt, wie Bewerbungsprozesse strukturiert, nachvollziehbar und rechtssicher gestaltet werden können und unterstützt dabei, typische Fehlerquellen im Bewerbermanagement zu vermeiden.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus Personalämtern, Organisationseinheiten sowie Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung, die an Bewerbungsverfahren beteiligt sind oder diese verantworten.
Details zum Inhalt:
- Grundlagen des Bewerbermanagements in der öffentlichen Verwaltung
- Rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. AGG §§ 1, 7, 15, DSGVO, Dokumentationspflichten)
- Gestaltung rechtssicherer Bewerbungsverfahren
- Umgang mit Bewerbungsunterlagen und personenbezogenen Daten
- Transparente und nachvollziehbare Auswahlentscheidungen
- Kommunikation mit Bewerbenden im Verfahren
- Schnittstellen zwischen Fachbereich und Personalstelle
- Typische Fehlerquellen und Risiken im Bewerbermanagement
Lernziele:
Die Teilnehmenden lernen, wie Bewerbungsverfahren rechtssicher und strukturiert durchgeführt werden können. Sie sind in der Lage, gesetzliche Vorgaben korrekt umzusetzen, Risiken zu erkennen und Bewerbungsprozesse effizient sowie nachvollziehbar zu gestalten.
Vorteile und Nutzen:
- Sicherheit im Umgang mit rechtlichen Anforderungen
- Strukturierte und nachvollziehbare Bewerbungsverfahren
- Reduzierung von Fehlern und rechtlichen Risiken
- Praxisnahe Umsetzung im Verwaltungsalltag
- Verbesserung der internen Abläufe im Bewerbermanagement




